Massnahmenzentrum Uitikon

Forensische Abteilung

Die Forensische Therapie ist eine über alle Abteilungen hinweg Kontinuität vermittelnde Konstante und wird durch psychologisch-psychiatrisch geschulte Mitarbeitende in Kooperation mit dem Psychiatrisch-Psychologischen Dienst (PPD) sowie durch interne Fachkräfte gewährleistet. Die Grundversorgung, welche auch Diagnostik und Abklärung beinhaltet, wird durch den PPD abgedeckt, die Forensische Therapie durch PsychologInnen. Je nach Gesetzesartikel unterscheidet sich die Möglichkeit der Inanspruchnahme Forensischer Therapie von einer «Option» und einem «Angebot» bis zur Vorgabe «verpflichtender Bestandteil».

Im MZU wird Forensische Therapie mit Elementen der kognitiven Verhaltenstherapie, Gestalttherapie, personenzentrierten Gesprächspsychotherapie sowie Psychotherapie unter Einbezug von gestalterischen Mitteln gewährleistet. Diese Methoden bieten eine effektvolle Möglichkeit des Zugangs zu jugendlichen und erwachsenen Straftätern. Sie haben sich bei der Behandlung ihrer psychischen Störungen sowie der Förderung ihrer Persönlichkeitsentwicklung als erfolgreich erwiesen.
Der junge Straftäter wird darin unterstützt zu lernen sich auszudrücken und deliktrelevante innere Vorgänge nachvollziehbar zu machen.

Die Introspektionsfähigkeit des Täters soll durch die intensive Auseinandersetzung mit seiner bisherigen Entwicklung und insbesondere seinem Tatverhalten erhöht und auch eigene Gewalt- und Opfererfahrungen sollen integriert werden. In der mehrmaligen und immer differenzierteren Deliktrekonstruktion, der Auseinandersetzung und unmittelbaren Konfrontation mit seinem Tatverhalten lernt der junge Straftäter seine Impulse zu kontrollieren sowie prosoziale Konfliktlösungsstrategien zu entdecken.

Er ist im Idealfall schliesslich in der Lage, Alternativen zu selbst- und fremdschädigenden Verhaltensweisen zu erarbeiten und diese im Alltag umzusetzen.