Ausländerrechtliche Haft

Unter den Begriff ausländerrechtliche Haft fallen die Vorbereitungs-, Ausschaffungs- und Durchsetzungshaft. Diese Haftformen sind ausländerrechtliche Zwangsmassnahmen, für deren Anordnung das Migrationsamt des Kantons Zürich zuständig ist.

Die Vorbereitungshaft dient dazu, ausländische Staatsangehörige ohne Aufenthalts- oder Niederlassungsbewilligung für die Dauer des Entscheidverfahrens über ihre Weg- oder Ausweisung festzuhalten und dauert höchstens sechs Monate.

Die Ausschaffungshaft dient der Sicherstellung des Vollzugs eines Weg- oder Ausweisungsentscheids und dauert längstens 18 Monate.

Die Durchsetzungshaft dient zur Durchsetzung der Ausreise, sofern Ausschaffungshaft nicht zulässig ist und dauert längstens 18 Monate.

Die Vorbereitungs-, Ausschaffungs- und Durchsetzungshaft dürfen zusammen die maximale Haftdauer von 18 Monaten nicht überschreiten.

Rahmenbedingungen und Durchführung

Die ausländerrechtliche Haft muss getrennt vom strafrechtlichen Freiheitsentzug erfolgen und den Kontakt zu anderen ausländerrechtlich Inhaftierten gewährleisten. Der Brief- und Telefonkontakt sowie die Besuche dürfen nur sehr begrenzt eingeschränkt werden. Im Kanton Zürich wird die ausländerrechtiche Haft im Flughafengefängnis vollzogen.