Halbgefangenschaft

Die Halbgefangenschaft ist eine freiheitsentziehende Vollzugsform. Sie wurde geschaffen, um verurteilten Personen den Verbleib in ihrem beruflichen und sozialen Umfeld zu ermöglichen. Bei der Strafverbüssung in Halbgefangenschaft geht die verurteilte Person tagsüber der gewohnten Arbeit/Ausbildung nach und verbringt ihre Freizeit, d.h. in der Regel die Abende, Nächte, Wochenenden und Feiertage, in der Vollzugseinrichtung.

Rahmenbedingungen und Durchführung

Für die Zulassung zur Halbgefangenschaft darf die gesamte Dauer der zu vollziehenden Freiheitsstrafe/n höchstens zwölf Monate betragen. Massgebend ist die Strafdauer sämtlicher Urteile und ohne Abzug der Polizei-, Sicherheits- und Untersuchungshaft, mit der Ausnahme, dass verbleibende Reststrafen von weniger als sechs Monaten nach Anrechnung der Untersuchungshaft ebenfalls in der Form der Halbgefangenschaft vollzogen werden können. Weitere Voraussetzungen sind das Schweizer Bürgerrecht oder eine Aufenthalts- und Arbeitsbewilligung in der Schweiz sowie der Nachweis eines Arbeits- oder Ausbildungsplatzes mit einem Beschäftigungsgrad von mindestens 50 Prozent (Haus- und Erziehungsarbeit sowie Arbeitsloseneinsatzprogramme sind gleichgestellt). Im Übrigen kann die Zulassung an die Bereitschaft zur Teilnahme an Lernprogrammen geknüpft werden.

Die Halbgefangenschaft wird grösstenteils in der Halbgefangenschaft Winterthur durchgeführt.

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