Bedingte Strafen

Bei der bedingten Freiheitsstrafe muss die Strafe nach bestandener Probezeit nicht mehr tatsächlich verbüsst werden. Das Gericht kann den Vollzug von Freiheitsstrafen zwischen 6 und 24 Monaten aufschieben. In diesen Fällen muss die Strafe vorerst nicht angetreten werden. Stattdessen wird eine Probezeit zwischen zwei und fünf Jahren angeordnet. Bei Bestehen der Probezeit wird auf den Vollzug der Strafe definitiv verzichtet. Bei Fehlverhalten, d.h. Nichtbefolgung von Weisungen und Anordnungen der Bewährungshilfe oder bei neuer Delinquenz während laufender Probezeit, kann das Gericht die bedingte Strafe nachträglich vollziehen oder die Probezeit verlängern.

Freiheitsstrafen von einem bis drei Jahren können vom Gericht auch teilbedingt ausgefällt werden. Der unbedingt zu vollziehende Teil der Freiheitsstrafe muss tatsächlich verbüsst werden und bei Bestehen der Probezeit wird auf den Vollzug des bedingt ausgefällten Teils endgültig verzichtet. Der unbedingt zu vollziehende Teil der Strafe darf die Hälfte der Strafdauer nicht übersteigen. Die Dauer der Probezeit kann zwischen zwei und fünf Jahren variieren.

Rahmenbedingungen und Durchführung

Der Vollzug des unbedingten Teils der teilbedingten Freiheitsstrafe wird im Kanton Zürich in den Betrieben der Vollzugseinrichtungen Zürich, d. h. dem Gefängnis Affoltern, dem Gefängnis Horgen, dem Flughafengefängnis, dem Vollzugszentrum Bachtel, der Halbgefangenschaft Winterthur oder der Justizvollzugsanstalt Pöschwies durchgeführt.

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