Bussen & Geldstrafen

Sowohl die Geldstrafe als auch die Busse bestehen in der Verpflichtung zur Zahlung eines bestimmten Geldbetrags an den Staat.

Die Busse ist eine Geldsummenstrafe, die immer unbedingt ausgesprochen wird. Für den Fall der schuldhaften Nichtbezahlung wird im Urteil eine Ersatzfreiheitsstrafe festgelegt. Bei nachträglicher unverschuldeter Zahlungsunfähigkeit kann der Richter auf Antrag des Verurteilten die Umwandlung der Busse in gemeinnützige Arbeit anordnen.

Die Geldstrafe setzt sich aus einer bestimmten Anzahl Tagessätze zu einem bestimmten Geldbetrag zusammen. Die Anzahl der Tagessätze bemisst sich nach dem Verschulden; die Höhe eines einzelnen Tagessatzes wird nach den persönlichen und wirtschaftlichen Verhältnissen des Täters im Zeitpunkt des Urteils festgelegt (Einkommen, Vermögen, Lebensaufwand, Unterstützungspflichten, Existenzminimum). Die Geldstrafe kann bedingt oder unbedingt ausgesprochen werden.

Kann der Veruteilte die Geldstrafe nicht bezahlen, weil sich ohne sein Verschulden die für die Bemessung des Tagessatzes massgebenden Verhältnisse seit dem Urteil erheblich verschlechtert haben, besteht die Möglichkeit, dem Gericht Antrag auf Umwandlung der Geldstrafe in gemeinnützige Arbeit zu stellen.

Rahmenbedingungen & Durchführung

Für die Durchführung der Geldstrafen- und Bussenadministration ist das Vollzugszentrum Bachtel zuständig.

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