Therapiebericht

Der Psychiatrisch-Psychologische Dienst (PPD) erstattet bei Massnahmeklienten der einweisenden Behörde als Auftraggeber und bei freiwilligen Klienten eigeninitiativ mindestens einmal jährlich einen aussagekräftigen Therapiebericht über den Verlauf einer durchgeführten deliktpräventiven Therapie.

Das Berichtswesen im PPD wurde für deliktpräventiv durchgeführte Therapien vereinheitlicht. Es wurden verbindliche inhaltliche und formale Kriterien festgelegt, die in einem Raster dokumentiert und in einem Handbuch für standardisierte Abläufe allen PPD-Mitarbeitenden zur Verfügung stehen. Die verbindlichen Leitlinien dienen dazu, eine vom PPD als notwendig erachtete Mindest-Qualität der Therapieberichte zu gewährleisten, den einzelnen Mitarbeitenden, insbesondere neuen Mitarbeitenden, Orientierungshilfen zu geben und ein effektives Controlling durchführen zu können.

Therapieberichte des PPD beinhalten immer eine legalprognostische Einschätzung und eine FOTRES-Bewertung. Über die therapeutische Bearbeitung deliktrelevanter Problembereiche nach FOTRES muss im Bericht Auskunft gegeben werden. Bei der Unterschriftenregelung gilt das Vier-Augen-Prinzip, wobei eine Unterschrift von einer visumsberechtigten Person mit entsprechender Qualifikation geleistet werden muss.