Massnahmen für Jugendliche

Bei Straftätern, die bei der Tatbegehung älter als 10 Jahre und noch nicht 18 Jahre alt waren und einer besonderen erzieherischen Betreuung bedürfen, wird anstelle oder zusätzlich zu einer Strafe eine Schutzmassnahme angeordnet. Als einschneidenste Schutzmassnahme besteht die Möglichkeit der Unterbringung. Die Unterbringung bedeutet für den Jugendlichen vorwiegend Erziehung und Betreuung, berufliche Aus-/Weiterbildung, Schulung sowie medizinische und psychologische Behandlung.

Rahmenbedingungen und Durchführung

Stationäre Schutzmassnahmen werden im Kanton Zürich unter anderem im Massnahmenzentrum Uitikon (MZU) durchgeführt. Einweisende Behörde ist die Jugendanwaltschaft. Im MZU ist auf der Grundlage der Konfrontativen Pädagogik als dem zentralen Denk- und Handlungsmodell eine differenzierte Tagesstruktur verpflichtender Bestandteil. Die Milieugestaltung auf der Gruppe hat einen hohen Stellenwert, weil sie die Einübung sozial erwünschten und deliktvermeidenden Verhaltens unterstützt. Ziel des Massnahmevollzugs ist die Stärkung der Selbstverantwortung und Selbstregulation der jugendlichen Straftäter.

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