Deliktorientierte Therapie

Der Psychiatrisch-Psychologische Dienst (PPD) ist damit beauftragt, die gerichtlich angeordneten therapeutischen Massnahmen der im Kanton Zürich verurteilten Straftäter durchzuführen.

Die überwiegend in der Justizvollzugsanstalt Pöschwies oder im Ambulatorium des PPD realisierten Behandlungsangebote sind dem primären Ziel der nachhaltigen Rückfallvermeidung zum Schutze früherer, gegenwärtiger oder zukünftiger Opfer verpflichtet. Dieses oberste Behandlungsziel wird mit deliktorientierten und persönlichkeitszentrierten Behandlungsstrategien verfolgt. Der Straftäter soll sich also zu einem geeigneten Zeitpunkt während der laufenden Behandlung intensiv mit dem konkreten Deliktgeschehen auseinandersetzen. Nur selten ist es möglich deliktrelevante Persönlichkeitsanteile zu "löschen". Die Behandlungsbemühungen sind vielmehr darauf ausgerichtet, gemeinsam mit dem Täter ein nachhaltiges Problembewusstsein zu erarbeiten und dieses im Sinne eines Selbstmanagements kontrollieren zu lernen.

Der einzelne Straftäter soll, wenn immer möglich, gruppentherapeutisch behandelt werden. Das von der Abteilung für deliktpräventive Therapien des PPD entwickelte Gruppenbehandlungskonzept realisiert innerhalb der Justizvollzugsanstalt Pöschwies und im Ambulatorium des PPD ein vielfältiges Behandlungsspektrum.

Über den Behandlungsverlauf muss den einweisenden Behörden turnusgemäss (mindestens ein Mal pro Jahr) in Form einer ausführlichen Stellungnahme Bericht erstattet werden.