Interventionsprogramm «IMPULS»

Das «IMPULS» richtet sich an Männer und Frauen auf Bewährung oder im Vollzug, bei denen die Förderung der Motivation, sich mit sich und den eigenen (deliktrelevanten) Problemfeldern auseinanderzusetzen, im Vordergrund steht.
 
Es handelt sich hierbei nicht um ein deliktorientiertes Programm, sondern um eine Intervention, die dann angezeigt sein könnte, wenn ein erheblicher Veränderungsbedarf vorliegt, jedoch keine entsprechenden Auflagen/Weisungen/Massnahmen angeordnet wurden und die Person selber keine oder nur sehr geringe Motivation zum Einstieg in eine deliktpräventive Intervention/Therapie äussert.
 
Das «IMPULS» wird seit dem Jahr 2015 im Auftrag des Amts für Justizvollzug des Kantons Zürich von der Abteilung Lernprogramme durchgeführt. Es findet in Einzelsitzungen statt und besteht in der Regel aus 10–15 Trainingseinheiten.
Durchführungsort ist bei den Bewährungs- und Vollzugsdiensten in Zürich-Altstetten oder in einer Justizvollzugsinstitution.

Ziele

Das Interventionsprogramm hat zum Ziel, dass Teilnehmende vertieft darüber nachdenken,

  • was im bisherigen Leben gut und was eher nicht so gut gelaufen ist,
  • welche Vor- und/oder Nachteile ihre Entscheide und Verhaltensweisen hatten und inskünftig haben könnten,
  • ob es sich lohnen könnte, etwas im Leben zu verändern,
  • welche konkreten Ziele dazu beitragen könnten, ein selbstbestimmtes Leben zu führen.

Rahmenbedingungen

Aufträge zur Teilnahme am Lernprogramm «IMPULS» können lediglich Justizvollzugs-behörden erteilen. Zuweisungen durch Staatsanwaltschaften und Gerichte oder andere Behörden und Organisationen sind nicht möglich.

Um dem Risiko einer «Nicht-Eignung» vorzubeugen, empfiehlt es sich, immer zuerst einen Auftrag zur Eignungsabklärung auszulösen oder zumindest vor Erteilung einer Auflage telefonisch mit der Abteilung Lernprogramme in Kontakt zu treten.

Für Zuweisungen aus dem Amt für Justizvollzug des Kantons Zürich ist das Angebot kostenfrei. Für interessierte Justizvollzugsbehörden aus anderen Kantonen gelten separate Bestimmungen. Von den Teilnehmenden werden keine Kosten erhoben.