Deliktorientiertes Interventionsprogramm «Do It»

Das «Do It» richtet sich an Männer und Frauen, die ein Gewalt- oder Vermögensdelikt begangen haben und bei denen ein Lernbedarf zur Rückfallprävention besteht.

Das «Do It» wird seit dem Jahr 2000 im Auftrag des Amts für Justizvollzug des Kantons Zürich von der Abteilung Lernprogramme durchgeführt. Es findet in Einzelsitzungen statt und besteht in der Regel aus 15–20 Trainingseinheiten. Durchführungsort ist bei den Bewährungs- und Vollzugsdiensten in Zürich-Altstetten oder in einer Justizvollzugsinstitution.

Ziel

Das Interventionsprogramm hat zum Ziel, dass Teilnehmende 

  • besser verstehen, warum es zu strafbaren Handlungen gekommen ist,
  • ihr persönliches Rückfallrisiko realistisch einschätzen können,
  • Strategien erarbeiten, die ihnen helfen können, nicht mehr mit dem Gesetz in Konflikt zu geraten,
  • die erarbeiteten Strategien anwenden und aufrechterhalten können.

Rahmenbedingungen

Dieses Interventionsprogramm eignet sich nicht für Personen, bei denen aufgrund ihrer Auffälligkeit eine therapeutische Intervention angezeigt wäre. Auch werden keine Sexualdelikte behandelt. Für diese Tätergruppe könnte unter Umständen das Interventionsprogramm «Do It plus» eine Option sein.

Aufträge oder Weisungen zur Teilnahme am Lernprogramm «Do It» erteilen können Staatsanwaltschaften und Gerichte des Kantons Zürich sowie Justizvollzugsbehörden. Um dem Risiko einer «Nicht-Eignung» vorzubeugen, empfiehlt es sich, immer zuerst einen Auftrag zur Eignungsabklärung auszulösen oder zumindest vor Erteilung einer Auflage telefonisch mit der Abteilung Lernprogramme in Kontakt zu treten.

Für Zuweisungen von Staatsanwaltschaften und Gerichten im Kanton Zürich sowie aus dem Amt für Justizvollzug des Kantons Zürich ist das Angebot kostenfrei. Für interessierte Justizvollzugsbehörden aus anderen Kantonen gelten separate Bestimmungen. Für Personen, die im Kanton Zürich von einer Staatsanwaltschaft oder einem Gericht verurteilt wurden und die die Weisung erhalten haben, am «Do It» teilzunehmen, wird ein Unkostenbeitrag von Fr. 500.– erhoben, der nach Beendigung des Trainings zu bezahlen ist. Aus wichtigen Gründen kann dieser Beitrag reduziert oder erlassen werden. Personen, die durch eine Justizvollzugsbehörde zugewiesen werden, erfahren von ihrer Kontaktperson bei ihrer Justizvollzugsbehörde, inwiefern sie sich finanziell beteiligen müssen.