Deliktorientiertes Interventionsprogramm
«Do It plus»

Das «Do It plus» richtet sich an Männer und Frauen, die ein Gewalt- oder Sexualdelikt begangen haben und bei denen ein Lernbedarf zur Rückfallprävention besteht.

Das «Do It plus» wird seit dem Jahr 2016 im Auftrag des Amts für Justizvollzug des Kantons Zürich von Psychologinnen und Psychologen der Abteilung für forensisch-psychologische Abklärungen (AFA) durchgeführt. Es findet in Einzelsitzungen statt und besteht in der Regel aus ca. 20 Trainingseinheiten.

Ziel

Das Interventionsprogramm hat zum Ziel, dass Teilnehmende

  • besser verstehen, warum es zu strafbaren Handlungen gekommen ist,
  • ihr persönliches Rückfallrisiko realistisch einschätzen können,
  • Strategien erarbeiten, die ihnen helfen können, nicht mehr mit dem Gesetz in Konflikt zu geraten,
  • die erarbeiteten Strategien anwenden und aufrechterhalten können,
  • innerpsychische Belastungen erkennen und verringern lernen.

Rahmenbedingungen

Dieses Interventionsprogramm eignet sich in der Regel nicht für Personen mit Massnahmen gemäss Art. 59/61/64 StGB, schwerwiegenden psychischen Störungen (Art. 60/63 StGB) sowie akuten psychischen Störungen oder Personen, bei denen bei Rückfälligkeit ein sehr hoher Opferschaden zu erwarten ist.

Aufträge zur Teilnahme am Interventionsprogramm «Do It plus» können lediglich Justizvollzugsbehörden erteilen. Staatsanwaltschaften und Gerichte haben keinen Zugang zu diesem Angebot. Handelt es sich nicht um ein Sexual-, sondern ein Gewaltdelikt, könnte unter Umständen das «Do It» infrage kommen, welches auch den Staatsanwaltschaften und Gerichten offensteht.

Für Zuweisungen aus dem Amt für Justizvollzug des Kantons Zürich ist das Angebot kostenfrei. Für Justizvollzugsbehörden aus anderen Kantonen gelten separate Bestimmungen.