Bewährungshilfe

Bewährungshilfe

Bewährungshilfe ist immer dann anzuordnen, wenn Zweifel an der Bewährung bestehen, namentlich bei Entlassungen aus einem längeren Straf- oder Massnahmevollzug. Zweck der Bewährungshilfe ist es, dem Verurteilten gezielt Unterstützung zu geben, um Rückfälle zu verhindern. Dies erfolgt in den Bewährungs- und Vollzugsdiensten einerseits durch die Auseinandersetzung mit den deliktrelevanten Risikofaktoren wie Einstellungen und Verhalten, andererseits durch die Förderung der sozialen Integration, namentlich bei der Arbeits- und Wohnungssuche sowie auch hinsichtlich der Teilhabe am gesellschaftlichen und kulturellen Leben.

Neben der eigentlichen Bewährungshilfe werden im Amt für Justizvollzug weitere gesetzliche Aufträge mit beraterischem Hintergrund ausgeführt:

Rahmenbedingungen & Durchführung

Ein Kriterium für die Anordnung von Bewährungshilfe ist immer das Rückfall- resp. das Schadensrisiko, das von einem/einer Täter/in ausgeht. Zudem soll Bewährungshilfe angeordnet werden, wenn eine ausgewiesene Beratungs- und Betreuungsbedürftigkeit und kein geeignetes Betreuungsnetz oder -verhältnis besteht, und wenn die bedingt zu entlassene Person entsprechend motiviert ist oder eine Chance besteht, sie genügend zu motivieren.
Eine Betreuungsbedürftigkeit besteht insbesondere bei fehlenden oder nicht intakten Beziehungen, unbefriedigender Wohnsituation, Arbeitslosigkeit oder schwierigem Arbeitsverhalten, mangelnder Ausbildung, finanziellen Schwierigkeiten, Suchtmit-telabhängigkeit, weitreichenden Gesundheitsproblemen, psychischer Erkrankung und Überforderung in lebenspraktischen Fragen.

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Rechtliche Grundlagen